25 Jahre Kreisgruppe Hildesheim

Mit einem heiteren Sommerfest haben wir unser 25 jähriges Bestehen gefeiert. In seinem Grußwort dankte Landrat Rainer Wegner für die gute Zusammenarbeit und kontinuierliche Mitarbeit im Umweltausschuss des Landkreises. Als Anerkennung für die ehrenamtliche Arbeit überreichte er einen Scheck für die Kreisgruppenkasse verbunden mit der Bemerkung: "Bitte nicht für eine Klage gegen den Landkreis verwenden!"

Bürgermeister Ekkehard Palandt überbrachte Grüße von der Stadt und Oberbürgermeister Machens und würdigte die Verdienste des BUND bei der Heranführung junger Menschen an die Natur wie etwa bei den erfolgreichen Fledermausführungen des BUND oder den Tümpelaktionen im Ferienpassprogramm der Stadt. Auch die Bundestagsabgeordnete Brigitte Pothmer von den Grünen gehörte zu den Gratulanten. Sie erklärte sich bereit, die Patenschaft für zwei vom BUND im Stadtgebiet angebrachte Fledermauskästen zu übernehmen.

Neben den ehrenamtlichen Naturschützern vom Ornithologischen Verein Hildesheim und anderen befreundeten Verbänden waren auch die amtlichen Naturschützer aus den unteren Naturschutzbehörden von Stadt und Landkreis Hildesheim erschienen und überreichten dem BUND Vorsitzenden Matthias Köhler eine Harke mit doppelter Zinkenreihe: "Beidseitig zu verwenden zum Ziehen und Stechen" wie Ulrich Weber vom Landkreis erläuterte. Ein durchaus passendes Symbol für die Tätigkeit des BUND, der oft in einer Doppelrolle als kritischer Mahner und Verhinderer wie auch als konstruktiver Partner und Ideengeber auftritt. Dies war zuletzt bei der Nordumgehung Himmelsthür zu beobachten, die der BUND per Beschluss des Oberverwaltungsgerichts Lüneburg verhinderte, um anschließend zusammen mit VCD und ADFC ein Positionspapier zur Verkehrspolitik in Hildesheim zu verfassen, dessen Vorschläge mittlerweile bereits von der Politik aufgegriffen wurden.


Die Jubiläumsfeier bot natürlich auch die Gelegenheit, auf 25 Jahre Einsatz für Natur und Umwelt zurück zu blicken. Dazu gaben die drei Gründungsmitglieder und ehemaligen BUND-Vorsitzenden Bärbel Klatt, Ludger Ernst und Gert Murschall dem aktuellen Vorstandsmitglied Stefan Walingen im Rahmen einer Talkshow bereitwillig Auskunft. Die BUND Gründer hatten sich 1984 bei einer gemeinsamen Krötenrettungsaktion an der damals gerade neugebauten Straße von Bad Salzdetfurth nach Bodenburg kennen gelernt und festgestellt, dass sie alle bereits BUND Mitglieder waren. So beschlossen sie, eine BUND Ortsgruppe zu gründen. Leider ergab eine Nachfrage beim Landesverband, dass dies nicht möglich ist, solange noch keine Kreisgruppe existiert. Kurz entschlossen luden die Gründer zu einer Versammlung nach Hildesheim ein, auf der Ende 1984 die Geburtsstunde der BUND Kreisgruppe schlug. Schon ein Jahr später zählte der junge Verein bereits mehr als 100 Mitglieder und trat in der Öffentlichkeit mit Aktionen zur Abfallvermeidung und mit der Ausstellung "Mehr Natur im Dorf und Stadt" im Hildesheimer Rathaus in Erscheinung. Heute zählt allein die große Ortsgruppe in Lamspringe 120 und die Kreisgruppe insgesamt mehr als 600 Mitglieder. Getreu dem schon von den Gründern beherzigten Motto "Global denken - lokal handeln" verbindet der BUND praktische Naturschutzarbeit mit lokaler Umweltpolitik, er betätigt sich als Anwalt der Natur und als Lobbyist für Umwelt- und Klimaschutz.
Zum 25 jährigen Jubiläum hat der BUND eine Festschrift verfasst, die eine Chronik der Vereinsgeschichte und Berichte zu den verschiedenen Tätigkeitsfeldern der „Freunde der Erde“ enthält. Sie wird an alle BUND Mitglieder versandt, kann aber auch in der BUND Geschäftsstelle unter Matthias.koehler@bund.net oder 05121 157 274 angefordert werden.



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